Die Zuckerfalle: versteckte Zucker erkennen

Updated: Mar 21, 2021


Ein Blick in die Zutatenliste von Fertigprodukten und Du wirst sehen, dass nicht immer nur das Wort „Zucker“ als Süßungsmittel aufgeführt wird.

Denn es gibt viele andere Bezeichnungen, die auf den Inhalt von zugesetztem Zucker in seinen verschiedensten Formen hinweisen:


Saccharose Maltose

Dextrose Maltodextrin

Raffinose Weizendextrin

Raffinade Fructose-Sirup

Glucose Fructose-Glucose-Sirup

Gerstenmalz Gerstenmalzextrakt


und das sind nur einige davon!


Bei diesen Zutaten, die nicht selten auch mehrfach in Produkten vorkommen, ist Vorsicht geboten, da sich dahinter immer ein Süßungsmittel verbirgt.


Willst Du erkennen, was alles in dem Produkt Deiner Wahl steckt, ist ein Blick auf die Zutatenliste unumgänglich. Aber das geht mit der Zeit immer schneller, da Dein Blick dafür geschult wird. So ging es auch mir: am Anfang brauchte ich länger, wenn ich im Supermarkt die Zutatenlisten checkte. Heute genügen dafür ein paar kurze Augenblicke, weil ich nun weiß, auf welche Bezeichnungen ich zu achten habe.


Wichtig zu wissen ist, dass der von Natur aus in einem Lebensmittel enthaltene Zucker wie z.B. in Obst & Gemüse (Fructose) sowie in Hülsenfrüchten (Raffinose) nicht schädlich ist, sondern eine für uns wichtige Kohlenhydrat-Quelle darstellt.


Glucose, die in Vollkornprodukten vorkommt, ist unser Hauptenergielieferant!

Dieser Einfachzucker ist der kleinste Baustein der Kohlenhydrate. Wichtig ist, dass es sich um natürliche Glucose-Quellen in komplexen Kohlenhydraten handelt und nicht um mit künstlichen Zusätzen verarbeitete industrielle Produkte.


Wir unterscheiden bei den Kohlenhydraten in zwei Gruppen

1. Einfache Kohlenhydrate

Produkte wie Kuchen und Schokolade aber auch Weingummi und künstlich gesüßte Müsliriegel sorgen für einen raschen Anstieg Deines Blutzuckerspiegels, da die enthaltenen einfachen Kohlenhydrate gar nicht oder nur kaum aufgespalten werden müssen. Über den Dünndarm gelangt die Glucose schnell in unser Blut und sorgt somit für die Insulinausschüttung durch unsere Bauchspeicheldrüse. Dadurch wird die Glucose von unseren Zellen aufgenommen und in Energie umgesetzt. Folglich sinkt unser Blutzuckerspiegel wieder. Nach dem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels folgt ein ebenso schneller Abfall. D.h., dass der Verzehr des Kuchens, der Schokolade bzw. des Müsliriegels nur für ein sehr kurzes Sättigungsgefühl sorgt und erneut ein Hungergefühl aufkommt.


2. Komplexe Kohlenhydrate

Sie werden aufgrund Ihrer Zusammensetzung von Nährstoffen, Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen langsamer aufgespalten und nach und nach ins Blut abgegeben. Dadurch tritt ein verlangsamter Anstieg des Blutzuckerspiegels ein. Ein rapider Abfall bleibt auch aus. Stattdessen stellt sich ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl mit einem langsamen Abfall des Blutzuckerspiegels ein. Heißhungerattacken bleiben somit aus.


Folgenreiche Heißhungerattacken

Wer kennt das nicht: Du bist in der Pause nicht dazu gekommen in Ruhe etwas zu essen, weil noch eine Terminsache dringend erledigt werden musste und hast nur schnell zu einem Riegel gegriffen. Doch kurz darauf oder am Abend zu Hause kommt der Heißhunger und Du greifst wahllos in angebrochene Kekspackung oder die Chipstüte.


Mal ist das nicht dramatisch und passiert auch mir, wenn ich keine Zeit für eine ruhige Pause finde und am Abend hungrig noch vor dem Essen zur Schokolade greife. Doch auf Dauer können diese Heißhungerattacken unsere Gesundheit beeinträchtigen. Denn eine dauerhafte zu hohe Energiezufuhr korreliert mit Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 und kardiovaskulären Erkrankungen.


Tipps zum Einsparen von Zucker und zum Vermeiden von Heißhungerattacken folgen in meinen nächsten Beitrag.


Bis zum nächsten Mal!


Herzliche Grüße


Deine Yvonne


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